• Maja Büttner

Reisetagebuch, Kapitel 7 //#29

Hi!


Willkommen zu meinem letzten Reisetagebuch-Eintrag. Während der letzten 14 Tage war ich viel unterwegs! Um es für mich leichter zu machen, werde ich diesen Blog tatsächlich im Tagebuch-Stil schreiben, also zu jedem Tag ein bisschen was, mit Datum.



Samstag, 30.07.22

Früh am Morgen, schon um 6:30 Uhr, wurde ich von einem Auto abgeholt, was eine Freundin für mich organisiert hatte. Das sollte mich bis nach Codo del Pozuzo bringen. Von dort aus habe ich mir dann ein weiteres Colectivo gesucht, was bis nach Zungaro gefahren ist und vor dort ging es dann schließlich nach Pucallpa. Trotz meines ganzen Gepäcks hat das Alles zum Glück super geklappt und ich konnte dann mit einem Moto-Taxi vom Terminal aus auch fast bis vor die Haustür meiner Mitfreiwilligen Patricia fahren, die ihren Freiwilligendienst in Pucallpa verbracht hat. Kaum ein einziges Mal musste ich meinen schweren Koffer an dem Tag selber hochheben, die Fahrer der jeweiligen Colectivos haben ihn mir netterweise immer auf das nächste Auto gehoben. Nur das letzte Stück musste ich mein Gepäck selber tragen. Von der ganzen Fahrerrei habe ich mich an dem Abend dann auch erstmal erholen müssen.



Sonntag, 31.07.22

Gemeinsam mit Patricia bin ich am Vormittag an ihre Einsatzstelle, einen botanischen Garten ein wenig außerhalb der Stadt, gefahren. Die Freiwilligen dort arbeiten von Mittwoch bis Sonntag, weshalb der Tag für sie ein Arbeitstag war.

Ich habe einen Rundgang über das Gelände bekommen und konnte auch ein kleines bisschen mithelfen. Es wurde nämlich gerade einer der Meerschweinchen-Ställe repariert. Außerdem waren 3 Kaninchen und ein Meerschweinchen ausgebrochen und mussten wieder eingefangen werden. Die Meerschweinchen werden dort übrigens als Nutztiere gehalten, leben aber länger als ich dachte, was einfach daran liegt, dass Cuy nur zu besonderen Anlässen zubereitet wird und dass es sich einfach nicht lohnt die jungen und noch kleineren Meerschweinchen zu essen, da die nicht genug Fleisch bringen.

An dem Tag habe ich auch zum ersten Mal eine Kakaofrucht probiert! Schmeckt lecker, aber ganz anders als ich dachte. Also natürlich gar nicht schokoladig, aber auch darüberhinaus nicht so wie erwartet.







Weil der Sonntagabend Patricias letzter in Pucallpa war, kamen nach der Arbeit dann ein paar Freunde vorbei und wir haben Patacones mit Guacamole gemacht. Patacones sind Bananen, die in Scheiben geschnitten, frittiert, dann mit einem Stampfer gequetscht und nochmal frittiert werden. Mit ein bisschen Salz und Guacamole schmecken die wirklich sehr lecker - nur zu empfehlen.



Montag, 01.08.22

Vormittags waren wir ein bisschen in der Innenstadt und kurz am Hafen, damit ich auch ein mal was von Pucallpa zu sehen bekomme. Ansonsten haben wir nicht mehr viel Spannendes gemacht, weil Patricia noch packen musste.

Am Abend ging es dann über Nacht nach Lima.



Dienstag, 02.08.22

Später als geplant (und zwar 3 Stunden zu spät) kamen wir in Lima an und haben erstmal ein Uber zum Haus unserer in Peru lebenden Ecoselva-Koordinatorin genommen, um unsere Koffer dort abzustellen. Ursprünglich wollten wir noch am selben Tag weiter nach Paracas fahren und uns dort ein Hostel nehmen, um am nächsten Morgen eine Bootstour zu den Islas Ballestas zu machen, auf denen Pinguine leben. Weil es dann aber so aussah, als würden Freunde von Patricia auch nach Lima kommen, war kurzzeitig geplant, dass wir am nächsten Morgen mit denen dorthin fahren. Daher haben wir die Nacht in Lima verbracht.



Mittwoch, 03.08.22

Am nächsten Morgen haben wir festgestellt, dass sich der Plan vom Vortag doch nicht umsetzen lassen würde und haben uns entschieden stattdessen einfach einen Bus nach Ica zu nehmen, um dort eine Oase zu besuchen. Weil man die Islas Ballestas aber nur am frühen Morgen besuchen kann, viel der Plan weg, auf dem Weg nach Ica einen Zwischenstopp in Paracas zu machen.

Den Großteil unseres Gepäcks hatten wir übrigens in Lima bei unserer Koordinatorin gelassen, was das Reisen natürlich viel entspannter macht.


In Ica angekommen, haben wir uns zuerst etwas zu essen gesucht und dann ein Moto-Taxi zur Oase Huacachina gemacht. Von dort sind wir mit einem Sandbuggy in die Wüste gefahren, um Sandboarding auszuprobieren, was wirklich Spaß gemacht hat.









Danach haben wir noch entspannt in der Oase zu Abend gegessen, bevor am späteren Abend unser Bus nach Arequipa abgefahren ist.



Donnerstag, 04.08.22

Gegen Mittag sind wir in Arequipa angekommen, von wo aus es für Patricia weiter nach Puno und dann nach Bolivien ging, während ich für ein paar Tage in Arequipa geblieben bin.

Nach dem Check-in in meinem Hostel habe ich mich direkt daran gemacht die Stadt zu erkunden. Los ging es mit dem Plaza de Armas, danach habe ich mir Arequipas bekannteste Kathedrale angeschaut, bin noch zu einem Aussichtspunkt gelaufen und habe dabei zufällig einige für die Region typische Tänze ansehen können.







Am Abend habe ich noch ein paar sehr coole Leute auf der Dachterrasse meines Hostels kennengelernt und zum zweiten Mal in meinem Leben Billiard gespielt. Ich kann es immer noch genauso wenig wie beim ersten Mal...



Freitag, 05.08.22

Am nächsten Tag bin ich schon recht früh aufgestanden, um den Markt zu besuchen. Das war zwar ganz schön, aber nichts, was ich nicht vorher schon so ähnlich gesehen hatte.



Im Anschluss kam aber dann mein absolutes Arequipa-Highlight: Das Kloster Santa Catalina. Ich verlinke euch hier einen kurzen Artikel darüber, ansonsten lasse ich einfach die Fotos für sich sprechen.










Später am Tag habe ich noch ein Museum besichtigt, in dem die Mumie eines jungen Mädchens ausgestellt war, welches während der Zeit der Inka Teil einer Opfergabe an die Götter der Inka war. Aus meiner Sicht auf jeden Fall eine enorm tragische Geschichte, aber es war zugleich auch durchaus interessant mehr über die Inka-Kultur zu lernen.



Samstag, 06.08.22

Am Vormittag habe ich mir noch einige weitere Kirchen in der Stadt angeschaut und war außerdem im "Mundo Alpaca", wo es einen Streichelzoo gab und wo man außerdem mehr darüber lernen konnte, wie die Wolle von Alpacas, Lamas und Co. verarbeitet wird.








Am Nachmittag habe ich zum Abschluss noch an einer Free Walking Tour teilgenommen, bevor ich mich wieder auf den Weg zum Terminal gemacht habe, um einen Bus nach Cusco zu nehmen.



Sonntag, 07.08.22

Morgens kam ich in Cusco an, bin aber vom Terminal aus direkt zu einem Punkt gelaufen, an dem Colectivos ins Heilige Tal abfahren. Bis nach Písac braucht man etwa eine Stunde und zahlt umgerechnet nur etwas mehr als einen Euro. Dort angekommen habe ich mich auf den Weg zu meinem Hostel gemacht, was etwas außerhalb lag. Ganz ehrlich: An der Stelle hätte ich lieber ein bisschen mehr Geld ausgeben sollen, denn das Hostel war wirklich nicht schön... Total dreckig, es roch nach kaltem Rauch und ich habe mich im ersten Moment überhaupt nicht wohl gefühlt und schon überlegt, mir doch ein anderes zu suchen. Dann habe ich aber zwei deutsche Mädchen kennengelernt und mich ein bisschen mit dem beiden unterhalten. Sie waren insgesamt drei Nächte dort und meinten, es wäre halb so schlimm und die Betten wären auch sauber.

Demnach habe ich mich entschieden zumindest eine Nacht dort zu verbringen und habe mich auf den Weg in die Stadt gemacht, um den viel gelobten Markt zu besuchen und möglicherweise ein paar Mitbringsel einzukaufen. Dort war es auch wirklich schön und meine Laune war wieder um einiges besser als noch einige Stunden zuvor bei meiner Ankunft im Hostel (bei Regen übrigens).









Als nächstes habe ich mich zu Fuß aufgemacht um Písacs Ruinen zu erkunden. Dazu bin ich erst etwa 2 Stunden bergauf gewandert und dann nochmal ein Stück bergab bis zum spektakulärsten Teil der Ruinen. Aber auch auf dem Weg dorthin gab es schon alles Mögliche zu sehen.











Zurück ins Dorf habe ich dann nur noch etwa eine dreiviertel Stunde gebraucht. Man hätte auch mit dem Auto bis fast ganz hin fahren können und dann nur noch zurückwandern, aber das Geld wollte ich mir dann lieber sparen und habe es auch nicht bereut es anders gemacht zu haben.



Montag, 08.08.22

Die Nacht im Hostel war wirklich halb so schlimm und sogar die Dusche am Abend zuvor war vollkommen akzeptabel.

Ziemlich ausgeschlafen habe ich mich am Vormittag mit einem Colectivo nach Urubamba, ein weitere kleine Stadt im Heiligen Tal, aufgemacht. Dort gab es aber gar nicht wirklich viel zu sehen, weshalb ich relativ bald, also schon mittags, weiter nach Ollantaytambo (O-jan-tai-tambo) gefahren bin, um mir dort noch weitere Ruinen anzuschauen und das Dorf zu erkunden. Statt mir die bekannteste Ruinenstätte anzugucken, bin ich erst zu einer kleineren und kostenlosen gekraxelt und danach zu weiteren Ruinen gewandert, für die man keinen Eintritt zahlen musste, die gegenüber der beliebteren Ruinen lagen. Oben angekommen war klar, dass ich kein Geld mehr für den Eintritt zu den anderen Ruinen zahlen würde, denn erstens war es allein dort schon super schön und zweitens hatte man einen super Ausblick auf die Ruinen gegenüber.






Über Urubamba ging es am frühen Abend wieder zurück nach Písac ins Hostel.



Dienstag, 09.08.22

Nach dem Aufstehen habe ich meine Sachen gepackt und mir ein Colectivo nach Cusco gesucht. Dort angekommen habe ich es fast ganz ohne Google Maps bis zum Hostel geschafft und habe mich nach dem Check-in erstmal ein bisschen ausgeruht und einen Tee getrunken. Danach habe ich zu Fuß ein bisschen die Stadt erkundet und mir etwas zu essen gesucht.

Nachdem ich Cusco aber ja schon ein bisschen kannte und außerdem ehrlich gesagt nach all der Reiserei auch ziemlich durch war, habe ich den Nachmittag dann im Hostel verbracht, bevor ich mich am Abend zum Essen mit einer weiteren Mitfreiwilligen getroffen habe, die in Cusco arbeitet. Schöne Grüße an Hanna an dieser Stelle - herzlichen Glückwunsch, du hast es fast bis ans Ende meines Blogs geschafft! :D


Mittwoch, 10.08.22

Den Vormittag habe ich damit verbracht endlich meine restlichen Mitbringsel einzukaufen, was länger gedauert hat als gedacht. Nach einer kurzen Mittagspause habe ich Cusco noch ein bisschen weiter zu Fuß erkundet, bin zu einem Aussichtspunkt gelaufen und habe ein paar wunderschöne Seitengassen entdeckt. Außerdem fand im Zentrum eine Hochzeit statt, weshalb auf dem Plaza getanzt und Musik gespielt wurde!


Donnerstag, 11.08.22

Am Vormittag habe ich mich mit Snacks und Wasser eingedeckt, denn Mittags fuhr mein Bus nach Lima ab. 22 Stunden Fahrtzeit!

Den restlichen Tag habe ich dementsprechend im Bus verbracht.


Freitag, 12.08.22

Mittags bin ich in Lima angekommen und habe mir ein Uber zum Haus unserer Ecoselva-Koordinatorin genommen.


Und dort endet der Reisebericht im Grunde genommen. Weiter geht es dann in meinem Artikel zu den letzten Tagen in Lima, dem Rückflug etc.!

139 views

Recent Posts

See All